Mitarbeiter-Stories

Michael Gawel

„Mit Standardlösungen schreibt man keine Erfolgsgeschichten. Individuelle Konzepte und dynamische Anpassungen an das Projektgeschehen sind Voraussetzungen für gemeinsame Erfolge und zufriedene Kunden.“

Das Projektmanagement bei unseren Kunden aufzubauen und dabei auf die jeweiligen Bedürfnisse des Projekts zu achten, gehört zu meinen Kernaufgaben bei Prozesswerk. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass simple Standardlösungen meist nicht zielführend sind. Vielmehr muss man neue Wege gehen, Konzepte erstellen, erproben, anpassen und implementieren, um einen Sprung nach vorn zu machen und eine messbare Steigerung der gesamtheitlichen Performance zu erzielen.

Eine dieser Erfolgsgeschichten ist die „agile Prozesswerkstatt“. Diese ganzheitliche Methodik für die Erarbeitung von PMT Lösungen ist ein von uns entwickeltes Format, um im agilen Kontext Abteilungen und Unternehmensbereiche zusammenzubringen. Über die intensive Vernetzung der Stakeholder und den moderierten Austausch kann die Problemdarstellung, Entscheidungsfindung, Lösungsdarstellung und damit die Entwicklungsgeschwindigkeit bei komplexen Sachverhalten drastisch beschleunigt werden. Das durchgehend positive Feedback der Kunden und die erzielten Ergebnisse nach dem ersten Durchlauf haben unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Das hat uns letztendlich darin bestärkt dieses Format nach vielen weiteren Durchläufen in unser Portfolio aufzunehmen. So kann jeder unserer Kunden von diesem Konzept profitieren.

Dass im stressigen Projektgeschehen und Spannungsfeld an unterschiedlichen Interessenslagen auch ein gutes Beziehungsmanagement und ein hoher Grad an Verbindlichkeit gefordert ist, wird von meinem Arbeitsstil und meinen persönlichen Interessen unterstützt. Wenn dabei der oftmals schwer zu beschreibende, aber von allen gewünschte „Flow“ entsteht, freut es mich besonders. Sehr engagierte Kollegen, ein äußerst partnerschaftlicher Umgang mit unseren Kunden und eine große Portion Freude an der Arbeit treiben meinen „Flow-Motor“ an. Und das komplett klimaneutral… J

Die Unternehmenskultur der Prozesswerk GmbH mit ihren hohen Freiheitsgraden fördert meine Entwicklung und individuellen Stärken. Aber auch die Arbeit im Team und das ausgeprägte Miteinander hier am Standort sind Grundlage dafür, dass ich jeden Tag wirklich gern zur Arbeit gehe.

Beratungsschwerpunkt: Projektmanagement klassisch und agil, Prozessberatung, Workshops

Begeisterung für: Mountainbiken, Persönlichkeitsentwicklung und Technik

Das gefällt mir an PW: Hier kann jeder seine Stärken einbringen und gemeinsam mit den Kollegen gestalten


Tim Burdach

„Das spannende an ASPICE-Projekten ist, dass man immer neue Herausforderungen hat, aber dennoch vorherige Erfahrungen nutzen kann“

Ich bin bei Prozesswerk auf ASPICE spezialisiert, einen bestimmten Standard für Software- und System-Entwicklungsprozesse, den vor allem Zulieferer für OEMs erfüllen müssen. Was ich daran besonders spannend finde ist, dass wir das gesamte Entwicklungsprojekt des Kunden betrachten und miterleben können: Wie läuft das Projektmanagement? Unterliegt das Projekt einer konsequenten Planung oder lebt es eher von „spontanen“ Entscheidungen– was tatsächlich nicht selten der Fall ist. Wie wird das Anforderungsmanagement gehandhabt? Wie sieht die Architektur aus? Wie läuft die Implementation des Codes ab, welche statistischen Codeanalysen werden vorgenommen? Wie wird gegen die Architektur getestet und wie geht die Auslieferung vonstatten? Man erkennt schnell, dass wir einen wirklich tiefen Einblick erhalten, den man so in anderen Projekten oft vermisst.

Unabhängig von der Art des Projektes ist eines in jedem Projekt das A und O für mich: Kommunikation – sowohl von uns mit dem Kunden, als auch innerhalb des Kundenprojekts. Unsere Prozesserfassung läuft deshalb immer direkt über den persönlichen Austausch. Dabei ist es essentiell, dass wir gerade bei Leuten mit unterschiedlichem Background und dadurch oft unterschiedlichem Verständnis vom gleichen Sachverhalt, die jeweiligen Sichtweisen auf Prozesse und Prozessübergänge erfassen. Dadurch identifizieren wir unterschiedliche Vorstellungen und können diese auflösen. Auch im Projekt beim Kunden ist die Kommunikation miteinander das Wichtigste. Wir schauen uns daher gezielt an, wie sichergestellt ist, dass alle am gleichen Strang ziehen. Wir zielen dann darauf ab, dass jeder die Infos erhält, die er braucht – aber keine widersprüchlichen Informationen vorhanden sind. Insgesamt muss nach ASPICE alles, was in Dokumenten definiert ist, zu dem passen, was Mitarbeiter in der Realität machen, und wiederum alles, was Mitarbeiter machen, muss definiert werden, damit sichergestellt ist, dass es bei allen auf gleiche Art und Weise abläuft.

Wir gehen dabei vom aktuellen IST-Stand aus, denn uns ist wichtig zu verstehen, wie der Kunde arbeitet, um nichts zu ändern was bereits gut funktioniert und sich langjährig etabliert hat. Trotzdem wird dem Kunden oft schon bei dieser IST-Analyse bewusst, was nicht zusammenpasst oder ineffizient ist. Das Schwierige bei der Optimierung der Prozesse ist dann das nötige Bewusstsein zu schaffen, dass wirklich Jeder betroffen ist: Denn jeder Mitarbeiter muss seine tägliche Arbeitsweise anpassen, vom Software-Entwickler bis zum Leiter, was vielen nicht klar ist. Dementsprechend ist es nicht untypisch, dass wir unsere Kunden über mehrere Jahre hinweg bei einer nachhaltigen Prozessrestrukturierung begleiten. Veränderungen, gerade wenn sie die gesamte Organisation betreffen, benötigen einfach Zeit bis sie ganzheitlich in Fleisch und Blut übergehen.

Ich habe schon einige Projekte zu ASPICE betreut, aber es wird nie langweilig. Jedes Unternehmen hat seine eigene Art von „blinden Flecken“, jedes seine individuellen Herausforderungen, die es erst zu entdecken gilt. In gewissem Sinne steckt also immer auch Detektivarbeit dahinter. Man kann nicht einfach eine Schablone aus einem ins andere Projekt übernehmen. Vielmehr wächst mit jedem Projekt das eigene Repertoire möglicher Lösungen, aus denen man dann die Optimale auswählen kann.

Beratungsschwerpunkt: SW-Entwicklungsprozesse; Automotive SPICE; Testmanagement; Projektmanagement für SW-Entwicklungsprojekte

Begeisterung für: Vater sein; Musik machen

Das gefällt mir an PW: Die Kultur und die Kollegen. Die flachen Hierarchien ermöglichen frühzeitig viel Eigenverantwortlichkeit und Mitgestaltung. Das Ausmaß an Zusammenhalt und Miteinander der Kollegen untereinander ist woanders nur schwer zu finden.


Katharina Schneider

„Mein Job ist es zu Hinterfragen“

In meinen Projekten bei Prozesswerk unterstütze ich unsere Kunden beim methodischen Erstellen von Wirkketten. Die Wirkkette ist eine Eigenentwicklung unserer Firma und stellt Wechselwirkungen zwischen den unterschiedlichen Fachbereichen dar. So wird eine schnittstellenübergreifende Kommunikation ermöglicht.

Für den Austausch bringe ich die Projektverantwortlichen, wie Bauteil- und Funktions-verantwortliche, mit den beteiligten Fachabteilungen sowie Kundendienst, Produktion und Qualitätssicherung zusammen. Gemeinsam wird dann ein Modell erstellt, das den fachlichen Input der Fachabteilungen auf Kernaussagen abstrahiert und visuell festhält. Mit der Wirkkette biete ich eine Plattform dafür, sich mit offenen Fragestellungen auseinanderzusetzen und z.B. Abkürzungen und Fachbegriffe zu klären. Dadurch werden Missverständnisse und Wissenslücken schrittweise aufgedeckt. Die gewonnenen Erkenntnisse sind wichtig, um Entwicklungsfehler frühzeitig zu entdecken. Durch das strukturierte Vorgehen der Wirkkette ist sichergestellt, dass das Know-how jedes Fachbereichs berücksichtigt wird. In meiner Rolle als Moderatorin stelle ich sicher, dass sich der fachliche Austausch auf den zuvor festgelegten Fokus konzentriert und wichtige Informationen in den teils hitzigen Diskussionen nicht verloren gehen. Als externe Beraterin habe ich dabei einen unvoreingenommenen Blick auf das Projekt. Gleichzeitig ist es eine Herausforderung, die richtigen Fragen zu stellen.

Die einzelnen Projekte und Termine unterscheiden sich stark, was die Wirkkettenmodellierung, in meinen Augen, so spannend macht. Man lernt ständig dazu und bekommt indirekt die neueste Entwicklung erklärt. Zusätzlich hat man mit vielen sehr unterschiedlichen Leuten zu tun, was mir viel Spaß macht. Während des Physikstudiums habe ich bemerkt, wie wichtig Kommunikation ist, und dass es mir leicht fällt, mich mitzuteilen und gleichzeitig meinem Gegenüber zuzuhören. Deshalb habe ich mich auch bei einer Unternehmensberatung beworben. Gerade in den Terminen hilft mir mein Studienhintergrund dabei, die Systeme und Sachverhalte schnell zu verstehen. Meine Affinität zu Kommunikation hilft mir wiederum, auf die Problematiken meines Gegenübers einzugehen. Dabei achte ich darauf, sensibel vorzugehen und ohne Wertung nach Antworten zu suchen, denn das erleichtert die Arbeit und bringt ein Projekt insgesamt schneller voran. Ich finde es toll, dass ich meine Begeisterung für Kommunikation in meinem Job so ausleben kann, und wachse mit jedem Termin: Inzwischen greife ich bei aufkommenden, nicht themenrelevanten Diskussionen stärker durch und gestalte den Termin für unseren Kunden damit effizienter.

Beratungsschwerpunkt: Methodenbasiertes Systems Engineering

Begeisterung für: Kommunikation, Pferde

Das Gefällt mir an PW: Unterschiedliche Zusammensetzung der Kollegen, was Fachrichtung und Persönlichkeit angeht


Alexander Naß

„Mit dem Mechatronic Impact Analyzer können Wirkketten schneller und präziser abgebildet werden als mit allen herkömmlichen Tools“

Aktuell habe ich bei Prozesswerk zwei große Projekte. Zum einen geht es um die Einführung und Etablierung von Qualitätsmethoden sowie die organisatorische Ausrichtung der Abteilung beim Kunden. Hier fungiere ich als Qualitätsverantwortlicher im Projekt, was bedeutet, dass ich die Qualität unserer Arbeitsergebnisse gegenüber dem Kunden verantworte, und auch auf die Wirtschaftlichkeit des Projekts für Prozesswerk achte. Außerdem bin ich der Ansprechpartner bei Rückfragen meiner Kollegen. Bei einzelnen Spezialthemen, in denen mein Know-how benötigt wird, werde ich operativ in das Projekt eingebunden.

Mein zweites Projekt läuft ganz anders als das eben Beschriebene. In diesem Projekt werden wir vom Kunden ganz dezidiert für Methodeneinsätze angefragt, bei denen jeweils vorher eindeutig definiert wurde, was das Problem ist und wie dieses (aus Kundensicht) gelöst werden soll. Dabei handelt es sich um Qualitätsmethoden mit einem genau abgesteckten Rahmen. Ein Beispiel für solche Methoden sind Fehlermöglichkeits- und -einflussanalysen (FMEAs). Dabei arbeite ich mit dem Expertenteam beim Kunden zusammen, um beispielsweise für eine Produkt-FMEA – die Art, die wir derzeit am häufigsten durchführen – zu analysieren, wo im Produktionsprozess Anfälligkeiten für Fehler sind. Anschließend können wir festlegen, welche Fehlervermeidungs- und Fehlerentdeckungsmechanismen etabliert werden müssen, um diese potentiellen Fehlerquellen bestmöglich zu vermeiden. Weitere Methoden, die wir einsetzen, sind der Risikofilter, das Risikopanorama und Qualitätsworkshops, ebenso wie die Wirkkettenanalyse. Auf dieser bauen die vorher genannten Methoden auf. Für die Wirkkettenanalyse nutzen wir den Mechatronic Impact Analyzer (MIA), ein von uns entwickeltes Tool. Eine Modellierung über MIA zeigt letztlich gewollte sowie ungewollte Wechselwirkungen auf, die daraufhin bewertet werden können. Dieser bietet vor allem den Vorteil, dass wir die Wirkketten live im Workshop mit allen Teilnehmern gemeinsam modellieren. So regen wir den Austausch und die Abstimmung über den gemeinsamen Entwicklungsgegenstand an. Auf diese Weise konnte ich in zahlreichen Entwicklungsprojekten schon mögliche Stolperfallen mit dem Team frühzeitig identifizieren und in der Folge beheben.

Im Moment gefällt mir vor allem die Mischung aus beiden Projekten: Einem eher offenen Projekt, in dem sich der Auftrag während der Bearbeitung oft noch ändert und sich die Ziele erst nach und nach entwickeln, sowie einem Projekt, in dem man einen festgelegten und starren Rahmen vorfindet, aber dafür auch schneller Erfolge sieht. Für Abwechslung ist in jedem Fall gesorgt, denn zusätzlich zu den Beratertätigkeiten bin ich auch Lead Trainer im Bereich Six Sigma und biete dazu Schulungen bei unseren Kunden an. Ich selbst habe den Six Sigma Green Belt und befinde mich aktuell in der Zertifizierung zum Six Sigma Black Belt. Das größte Potential von Six Sigma – weswegen ich auch voll hinter der Methode stehe – sehe ich in der strukturierten Vorgehensweise mit Fokus auf einer speziellen Fragestellung pro Phase. Geht man z.B. vom sogenannten DMAIC-Zyklus aus, stellt man sich in der ersten Phase, Define, die Frage „Was ist das Problem?“. Hier geht es in erster Linie darum zu hinterfragen und zu verstehen, was das grundlegende Problem ist. In der zweiten Phase, Measure, fragt man sich, anhand welcher Kennzahlen man die Auswirkungen des Problems messen kann. In der Analyze-Phase analysiert man dann genauestens die Gründe für das Problem und entwirft in der Improve-Phase mögliche Lösungsansätze, die man nach einer Priorisierung und Bewertung umsetzt. Die letzte Phase, Control, legt den Fokus auf die nachhaltige und dauerhafte Umsetzung in der Praxis und beinhaltet den Projektabschluss. Durch das Durchlaufen dieses Zyklus können Lösungen systematisch und nachvollziehbar erarbeitet werden und generieren häufig enormen Mehrwert für nachfolgende Projekte und damit für das Unternehmen.

Beratungsschwerpunkt: Qualitätsmanagement/-methoden (im Entwicklungsprozess und „Taskforce“ in der Produktion), Systems Engineering

Begeisterung für: Klettern, Wandern, Fahrrad

Das Gefällt mir an PW: Vertrauensverhältnis besteht von vornherein, man hat viele Freiheiten und kann sich ausprobieren


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Ferdinand Loacker

„Die Möglichkeit, sich in viele spannende neue Themen einzuarbeiten, schätze ich am Beraterdasein am meisten.“

Seit ich 2018 zu Prozesswerk gekommen bin konnte ich bereits mehrere Kunden bei Produktentwicklungsprojekten unterstützen. Mein Fokus liegt dabei auf Prozessqualität und der Umsetzung von Standards wie FuSi oder ASPICE. FuSi bedeutet „Funktionale Sicherheit“ und ist eine gängige Norm in der Automobilbranche. Salopp gesagt versuchen wir durch geeignete Prozesse und Methoden sicherzustellen, dass die neue Einparkhilfe nicht versehentlich in den Gegenverkehr steuert.

Da ich Physik studiert habe, war für mich die ganze Thematik im Projekt relativ neu, aber ich habe mich schon immer gern in neue Themen eingearbeitet und neue Herausforderungen angenommen. Das habe ich besonders in einer meiner ersten Positionen nach dem Studium festgestellt, als ich als Trainee die Fertigungsanlagen einer Fabrik in China mit aufbauen sollte. Die Organisation mit ständigem hin- und herräumen schien recht ineffizient abzulaufen, daher habe ich mir Gedanken gemacht, wie man das Vorgehen verbessern könnte und einfach losgelegt. Als dann trotz der Sprachbarrieren mein Chef nach erstem Zögern mit Hand angelegt hat und mein neues System die ersten Probeläufe erfolgreich überstanden hatte, war ich vor allem eines – zufrieden. Getrieben hatte mich dabei eine Mischung aus tiefer Abneigung gegen Ineffizienzen und das Wissen, es besser machen zu können. Über den Wunsch, auch künftig Verbesserungsvorschläge einzubringen und umzusetzen kam ich letztlich auf die Idee, Berater zu werden und so bin ich hier bei Prozesswerk gelandet.

Dabei habe ich neben Software-Entwicklung und FuSi auch viele weitere Bereiche kennengelernt und konnte mich in spannende Themen wie Projektmanagement oder Kommunikation einarbeiten. Ich glaube, genau dieses ständige Lernen und die vielen neuen Erfahrungen sind das, was mir am Beraterdasein am meisten Spaß machen. Besonders, wenn die Projekte sehr viel Abwechslung in sich selbst bieten: Schon zu Beginn meines ersten Projektes – hier stand die Erfassung der bisherigen Prozesse im Mittelpunkt – hatte ich mit sehr vielen unterschiedlichen Themenbereichen Berührungspunkte, z.B. Absicherung oder der Erfassung und Ausdefinition der Entwicklungsumgebung. Im nachfolgenden Pilotprojekt haben wir dann durch eine Gap-Analyse offene Punkte ausgearbeitet, die für die Erreichung von Normkonformität noch verbessert werden müssen. Dafür haben wir in teils intensiven Phasen viele Interviews beim Kunden geführt, die oft in Englisch stattgefunden haben. Das war für mich ungemein praktisch, da auch die meisten Normen, Entwicklungsanweisungen und Software-Begriffe englisch sind und ich in meinem Leben ohnehin bereits viel Kontakt mit der Sprache hatte. So bleibt man ganz nebenbei auch damit in der Übung.

Die offenen Punkte habe ich anschließend überarbeitet und ein Konzept ausgearbeitet, sodass etablierte Arbeitsweisen beim Kunden möglichst erhalten bleiben konnten, aber gleichzeitig die Normkonformität sichergestellt war. Dieses Konzept sollte im Anschluss noch in eine Plattform überführt werden, was ich aber leider nicht mehr selbst mitbegleiten werde. Dennoch habe ich aus dem Projekt sehr viel mitgenommen: Zum einen natürlich das neue fachliche Wissen, zum anderen auch, wie ich mich allgemein im Arbeitsleben zurechtfinde, wie ich Themen gut vorbereite und Meetings handhabe. All das sind Soft-Skills, die man sich nur im wirklichen Doing erarbeiten kann, und von denen ich definitiv auch in allen künftigen Projekten profitieren werde. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei meinen Kollegen bedanken, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite standen – und damit meine ich immer, egal ob tagsüber, nachts oder auch mal am Wochenende.

Beratungsschwerpunkt: FuSi, Prozessanalyse

Begeisterung: Kryptographie und Softwareentwicklung

Das gefällt mir an PW: Gute, motivierte und freundliche Leute; hohe Selbstbestimmung und viele Freiheiten


Tamara Ellenberger

„Inzwischen würde ich nie wieder woanders hingehen“

Als Assistenz der Geschäftsführung bei Prozesswerk tausche ich mich täglich kurz mit beiden Geschäftsführern aus, um To-Dos und Termine durchzugehen. Dabei ergibt sich gleich die erste Aufgabe für den Tag, nämlich die Planung der Termine. Neben den auf der Hand liegenden Tätigkeiten der Terminplanung, sozusagen der Spitze des Eisbergs – beispielsweise dass sich Termine nicht überschneiden und alle nötigen Termine passend geplant und priorisiert werden – muss ich dabei auch eine ganze Menge anderer Dinge beachten. Darunter fallen beispielsweise die individuellen Vorlieben der Geschäftsführer, was die Handhabung der jeweiligen Termine angeht. Gut und gerne könnte man das als den unteren, nicht sichtbaren Teil des Terminplanungs-Eisbergs bezeichnen. Des Weiteren kümmere ich mich um die Post, den Einkauf und die generelle Organisation im Büro. Man kann also durchaus sagen, dass ich durch die Organisation von Kaffee, Wasser und Obst für die wirklich überlebenswichtigen Tätigkeiten bei Prozesswerk zuständig bin. Außerdem hat es sich bei uns eingebürgert, dass ich die Rolle der Kummertante übernehme, was mir aber auch sehr viel Spaß bereitet. Die Kollegen kommen dann in mein Büro, schließen die Tür und legen los, und wir erzählen uns gegenseitig – hauptsächlich aus dem persönlichen Leben – Sachen, die uns gerade beschäftigen. Ich finde, an diesem Beispiel sieht man super, wie groß der Zusammenhalt und das gegenseitige Vertrauen bei uns in der Firma sind.

Ein großer (und offizieller) Teil meiner Aufgaben sind dann noch die Finanzen und die Vorbereitung der Buchhaltung. Ich schreibe Rechnungen, muss den Überblick behalten, welche offen und welche schon beglichen sind, und behalte auch die Buchungen im Blick. Die Buchhaltung selbst mache ich nicht, dafür war ich vor kurzem auf einer Schulung zur Entgeltabrechnung, was mir gut gefallen hat. Wir überlegen derzeit, ob ich das noch irgendwie in meinen recht vollen Terminkalender aufnehmen kann. Und gerade das finde ich an Prozesswerk auch so toll: Die Weiterbildung der Arbeitnehmer steht bei den Geschäftsführern hoch im Kurs und ebenso das persönliche Wohl eines Jeden. So ist es auch mit meinen zwei Kindern überhaupt kein Problem den Berufsalltag zu managen, denn die Geschäftsführer sind sehr verständnisvoll, sie haben ja beide auch selbst Kinder. Auch für unsere Teamevents wird keine Summe gescheut und dies zeigt einmal mehr wieviel die Firma in ihre Mitarbeiter und deren Spaß und Wohlbefinden auch abseits der Arbeit investiert. Das beeindruckt mich immer wieder und ist einer der Gründe, weshalb ich inzwischen nie wieder wo anders hingehen würde. Selbst wenn mein Einstieg bei Prozesswerk – damals herrschte ganz schönes Chaos und die offene Posten-Liste erschien schier endlos – etwas holprig war, habe ich jetzt alles gut im Griff, habe alle meine To-Dos für den Tag im Kopf und weiß, welche Themen ich wie priorisieren muss.

Beratungsschwerpunkt: Organisation (Geschaftsführer, Büro), Vorbereitung der Buchhaltung, Personalwesen, Einkauf

Begeisterung für: Schauspiel

Gefällt mir an PW: Team, Teamevents, gute Bezahlung, Kindergartenzuschlag (Benefits für Mitarbeiter)


Jakob Schmidt-Colinet

„Kein Projekt fängt harmlos an, aber irgendwann lassen sich die Wogen immer glätten“

Ich bin seit 2012 bei Prozesswerk, also neben den Geschäftsführern aktuell Dienstältester, und habe inzwischen eine Vielzahl an Projekten betreut und mitgestaltet. Das erste dieser Projekte fokussierte den Themenbereich Mechatronik-Prozessentwicklung, später bearbeitete ich ein strategisches Projekt zur Verbesserung von Lieferantenketten. Da beide Projekte weit vom eigentlichen Produkt (dem Fahrzeug) entfernt waren, ließ sich nach Rücksprache mit den Geschäftsführern ein produktnahes Projekt angehen, tatsächlich direkt im Produkt selbst: Für eine Fahrer-Informationsfunktion zur Effizienz konnte ich ins Kundenfahrzeug einsteigen und Prototypen auf Prüfgeländen in Spanien und Finnland erproben – mit Sicherheit eine meiner prägenden Erfahrungen im Berufsleben. Dabei tauchte ich tief in technische Details des Fahrzeugs ein und testete die neue Software im Fahrzeug direkt auf der Rennstrecke – mein Wunsch nach einem produktnahen Projekt wurde also mehr als erfüllt.

Danach adressierten meine Projekte die praktische Umsetzung von Automotive SPICE und Funktionaler Sicherheit. Diese Normen stellen Anforderungen, deren Erfüllung Voraussetzung für das Bestehen von Audits im Bereich der Produktentwicklung sind. Solche Projekte habe ich bei mehreren Kunden geführt. Auch wenn die normative Struktur gleichbleibt, sind dagegen die Lage und Absprungbasis bei jedem Kunden anders und dadurch die praktischen Lösungen stets verschieden. Aus meinen Projekten habe ich gelernt, dass jedes Projekt erstmal neu ist und seine Herausforderungen birgt, egal wie viele Jahre an Erfahrung man bereits mitbringt. Wichtig ist es, für sich selbst herauszufinden, welche Art von Projekten einem den meisten Mehrwert zurückgeben: Sind es Strategieprojekte, also auf einem hohen Abstraktionslevel fliegen, oder eher produktnahe Projekte, bei denen technische Details zu kennen ein Erfolgsfaktor ist. Für meinen Geschmack ist gerade die Mischung aus beiden Projekttypen der optimale Weg. Dabei freut mich bei Prozesswerk, dass ich diese Mischung mitgestalten konnte, und mir somit einen großen Spielraum für meine persönliche Entwicklung gegeben hat.

Beratungsschwerpunkt: Alles rund um die IT- Entwicklung: Prozesse, Safety, Testmanagement

Begeisterung für: Innovative (soziale und technische) Netzwerke & Produkte, Familie, Temperament

Gefällt mir an PW: Abwechslung der Aufgaben und Projektrollen, die Kollegen, Vertrauen von & zur Chefetage


Bastian Stühler

"Der erste Schritt zur Lösung eines Problems? Interdisziplinärer Austausch!"

Mechatronische Systeme hinsichtlich ihrer Wechselwirkungen zu untersuchen – das ist meine Aufgabe seit meinem Start hier bei Prozesswerk. Hierfür benutzen wir ein methodisches Vorgehen, die Wirkkettenanalyse, mit der sich innerhalb der interdisziplinären und zunehmend komplexer werdenden Systementwicklung technische und organisatorische Schnittstellen darstellen lassen.

Während wir in gemeinsamen Workshops mit unseren Kunden die komplexe Problemstellung mittels Wirkkettenmodellen aufzeigen, wird deutlich, dass durch eine offene Kommunikation und den Erfahrungsaustausch mit und zwischen verschiedenen Fachabteilungen oftmals schon der erste Schritt zur Lösung eines Problems gemacht werden kann. Die Qualität eines solchen Wirkketten-Workshops hängt dabei immer von der aktiven Mitarbeit des Teilnehmerkreises und meiner Moderationsfähigkeit ab: Viele Teilnehmer aus verschiedenen Abteilungen erzeugen nicht nur mehr fachlichen Input, sondern garantieren auch eine gesamtheitliche Betrachtung und vermeiden so eine eingleisige Darstellung aus der jeweiligen „Abteilungsbrille“.

Grundsätzlich betrachten wir beim Erstellen einer Wirkkette die Problemstellung zunächst im gesamten Systemkontext. Hierbei wird das zu untersuchende System, z.B. ein Scheinwerfer oder ein Steuergerät, als Blackbox betrachtet und der Fokus auf Faktoren gelegt, die von der Systemumgebung kommend Einfluss auf das System haben. Anschließend rückt die Systemarchitektur in den Mittelpunkt, das System wird als Whitebox analysiert. Die einzelnen Komponenten des Systeminneren werden zueinander in Verbindung gebracht und unter anderem hinsichtlich ihrer mechanischen oder elektrischen Wechselwirkungen hin untersucht. Der gegenseitige Austausch über ein System anhand eines Wirkkettenmodells schafft ein gemeinsames Verständnis und bildet die wesentliche Grundlage, um kritische Themen zu identifizieren.

Von der Moderation der Workshops profitiere ich auch persönlich, indem ich mit dem Erfahrungsschatz und dem Knowhow eines breitgefächerten Teilnehmerkreises in Berührung komme. So kann ich, während ich meine Kunden beim Bewältigen ihrer Probleme unterstütze, mein eigenes technisches Wissen in vielen verschiedenen Themengebieten ganz nebenbei erweitern.

Schwerpunkt: Wirkkettenanalyse, Problemlösefähigkeiten, Six Sigma

Begeisterung für: Fußball, Sport

Gefällt mir an PW: Unternehmenskultur; Das Engagement der Mitarbeiter, gesammeltes Wissen zu teilen


Sonja Schlegl

„Nach dem Studium in die Unternehmensberatung? – Ja, denn ich brauche Abwechslung im Job und schätze den direkten Kundenkontakt“

Als Werkstudentin bei Prozesswerk beschränke ich mich nicht nur auf einen bestimmten Themenbereich, sondern unterstütze bei verschiedenen Tätigkeiten, sei dies bei Kundenprojekten oder bei internen Aufgaben. Ich springe also da ein, wo ich gerade gebraucht werde und bekomme so einen tiefen Einblick in eine Vielzahl verschiedener Themen.

Angefangen habe ich bei Prozesswerk als Praktikantin für acht Wochen in Vollzeit. Dabei beschäftigte ich mich während der gesamten Dauer mit der Verbesserung der Websitegestaltung und nahm außerdem an Terminen im PMO in einem großen Kundenprojekt teil. Zudem war ich in einem anderen Projekt häufiger mit einem Kollegen beim Kunden vor Ort, um Interviews zum Thema Kompatibilitätsmanagement zu führen und das Protokollieren und Aufbereiten dieser zu übernehmen. Im finalen Konzept für den Kunden habe ich dann auch das Kapitel über die Erkenntnisse aus den Interviews ausformuliert. Mein aktuelles Projekt, das ich auch vollumfänglich mitbetreue und demnächst abschließe, ist die Erstellung von Mitarbeiter-Texten für eine Marketing-Kampagne in Social-Media-Kanälen. Dafür wurden mit allen Mitarbeitern Interviews geplant, durchgeführt und anschließend entsprechende Texte erstellt, die sowohl den Charakter des Interviewten als auch dessen Tätigkeiten bei Prozesswerk aussagekräftig beschreiben sollen.

Neben diesen längerfristigen Aufgaben gibt es zwischendurch auch immer mal wieder kleiner Work-Loads, wie das finale Überarbeiten wichtiger Foliensätze, das Korrekturlesen verschiedener Texte oder Rechercheaufgaben. Gerade die textuellen Aufgaben liegen mir, da ich mich schon immer sehr für Literatur und Schreiben interessiert habe. Auch wenn sich meine Aufgaben theoretisch gut planen lassen sollten – Werkstudenten erhalten Tickets mit der konkreten Aufgabenbeschreibung sowie der voraussichtlichen Dauer – ist das praktisch doch öfter nicht der Fall. Denn die Kollegen kommen auch gerne direkt bei mir am Schreibtisch vorbei und fragen nach, ob ich für eine dringende Aufgabe noch Kapazitäten frei hätte. Daher lautet mein Tipp für unsere Werkstudenten: Plant eure Aufgaben jeweils mit einem Zeitpuffer für kurzfristige „Notfalleinsätze“ ein und bleibt in eurem Terminkalender flexibel!

Zu meinem Studium? Nach meinem Bachelor in Biochemie studiere ich nun Wirtschafts-, Organisations- und Sozialpsychologie im Master. Hier wird der Fokus auf den Menschen statt auf die Organisation gelegt. Somit konnte ich im Studium schon einige Bereiche vertiefen, die auch im Beratungsgeschäft an der Tagesordnung stehen, z.B. Organisationsentwicklung oder Veränderungsmanagement. Auch für die Zukunft sehe ich mich in der Unternehmensberatung – vor allem, da ich mir viel Abwechslung im Beruf wünsche und mir im Kundenkontakt bereits ein sicheres Auftreten angeeignet habe. Bei Prozesswerk durfte ich das auch schon unter Beweis stellen, z.B. als ich in einer Schulung zum Thema Six Sigma einige Teile selbstständig vorgetragen und den Teilnehmern vermittelt habe. Eine fordernde und spannende Aufgabe, aus der ich viel lernen konnte und die mit Sicherheit nicht zu den Tätigkeiten eines üblichen Werkstudenten gehört.

Schwerpunkt: Unterstützende Tätigkeiten bei diversen Themen (z.B. Marketing, Schulungen)

Begeisterung für: Bücher, Katzen, Sonne, Volleyball

Gefällt mir an PW: Per-Du-Kultur auch als Werkstudent; freundliche und unterstützende Atmosphäre in der Arbeit; Kombi aus Beratung und Wissensvermittlung


Matthias Madeker

"Prozesse – ein Thema das Unternehmen fordert, von der Entwicklung bis in die Führungsetagen."

Prozesse sowie deren Erfassung, Verbesserung und Roll-Out beschäftigen mich schon über zwei Jahre - angefangen mit ISO 9001 Audit Vorbereitungen und Schulungen in der Automobilindustrie, über Automotive SPICE bis hin zu FDA Audits für Produktzulassungen in der Medizintechnik. Die saubere Dokumentation von Prozessen und das „leben“ derselben ist ein essenzieller und wichtiger Punkt, das ist den meisten Kunden soweit bereits bewusst. Ich komme deshalb vor allem bei der methodischen Anleitung, sowie bei der Umsetzung der Prozesse ins Spiel und um als Vermittler zwischen den Parteien zu agieren. So kann ich echten Mehrwert erzeugen. Aktuell begleite ich einen Kunden, der im ersten Schritt nur eine methodische Unterstützung für die Prozesserfassung benötigt. Zu diesem Zweck wähle ich gerne die LIPOK Methodik (Lieferant-Input-Prozess-Output-Kunde), die auch unter dem englischen Begriff SIPOC bekannt ist. Dieses Vorgehen ermöglicht es mir, zielorientiert durch einzelne Prozesse zu führen und Optimierungsbedarfe kurzerhand in Zusammenarbeit mit dem Experten auf Kundenseite zu identifizieren. Vor- und nachgelagerte Prozesse werden klar definiert, die benötigten Ressourcen und Schnittstellen sowie mögliche Fehlerquellen oder Engstellen, die anderweitig konstant zu Problemen in der Prozessablaufkette führen würden, werden identifiziert und gelöst. Ein häufig auftretendes Problem ist beispielsweise, dass Mitarbeiter nicht wissen, wer die vorgelagerten oder nachfolgenden Arbeitsschritte ausführt – dieses Problem kann mit genannter Methodik leicht gelöst werden. Ist die LIPOK befüllt, lässt sich hieraus eine geeignete Visualisierung des Prozesses erzeugen und detaillierte Prozessthemen sowie letzte Lücken können beispielsweise mit Hilfe eines Flussdiagrams gelöst werden. Die Verbesserungen arbeite ich, sofern möglich, in bestehende Prozesse ein. Dies erhöht neben dem Nutzen für, auch die Akzeptanz bei allen Beteiligten. Mein oberstes Ziel ist dabei nicht die Erfüllung von Normanforderungen, sondern die Erzeugung eines klaren Mehrwerts, der die Anforderungen eines Audits oder einer Zertifizierung „automatisch“ integriert.

Soweit die theoretischen Ansätze. In der Realität steht diesem Vorgehen vor allem das Tagesgeschäft und die damit verbundenen Projekte und Deadlines entgegen. Auch die mangelnde Kommunikation des gemeinsamen Zielbildes, des Zwecks oder auch der Auswirkungen auf die Arbeitslast der einzelnen Mitarbeiter, kann zur Abwehrhaltung und Blockade in Terminen führen. Die Erfassung, Dokumentation und nachhaltige Verankerung von Prozessen ist zeitintensiv. Aufgrund dessen steht für mich am Anfang jedes Projekts mit Prozessbezug die Erarbeitung eines gemeinsamen Zielbildes, inklusive einer klaren Herausarbeitung des Nutzens. Ohne einen guten Austausch mit dem Kunden und dem gemeinsamen Ziel fehlt häufig auch die Akzeptanz, Kapazitäten freizuschaufeln. An dieser Stelle ist zudem das Commitment der Managementebene essentiell - damit auch alle an einem Strang ziehen.

Am Ende müssen die Prozesse gelebt werden, um das Audit zu bestehen, und nur eine ausführliche Dokumentation durch Reviews, belegbare Entscheidungen oder Meeting-Protokolle kann dies auch stützen. Bisher habe ich noch mit keinem Auditor zusammengearbeitet, dem nicht aufgefallen wäre, wenn Prozesse ausschließlich der Erfüllung von Vorgaben dienen und nicht gelebt werden (können).
Egal, wie gut ein Projekt vorbereitet oder wie viel Zeit bereits investiert wurde, kurz vor einem Audit wird es immer nochmal hektisch. Erst nach einem erfolgreichen Bestehen ist es den Teilnehmern anzusehen, welche Last abfällt und wie der Nutzen der vorher als unliebsam angesehenen Aktivitäten und Termine anerkannt wird. Solche Projekte verlasse ich in dem Wissen, dass die Prozesse einen nachhaltigen Mehrwert bringen. Zusammenfassend lässt sich schließen:
Prozesse sind eben ein zeitintensives und oft „lästiges“ Thema in der termingetriebenen Produktentwicklung, aber eben auch essentiell für die Qualität derselben.

Schwerpunkt: Entwicklungs- und Unternehmensprozesse, Softwareentwicklung, Software Testmanagement

Begeisterung für: Aktuelle Entwicklungen in der Automobilbranche, Technische Entwicklungen in der Medizintechnik, BioTech

Gefällt mir an PW: Offene Feedback-Kultur, kurze Entscheidungswege


Sascha Kruszek

„Potenzielle Fehler zu vermeiden oder sie gar zu entdecken bevor sie überhaupt entstehen – genau das macht den Reiz einer FMEA aus.“

Mein Schwerpunkt bei Prozesswerk liegt in der Anwendung von Qualitätsmethoden im Allgemeinen und insbesondere bei der Erstellung von sogenannten FMEA, also Fehlermöglichkeits- und Einflussanalysen. Die FMEA ist die am Häufigsten verwendete Methode zur Fehlervermeidung und wird präventiv erarbeitet, noch bevor der jeweilige Fehler überhaupt auftreten kann. Dadurch lassen sich grundsätzlich sehr hohe Kostensenkungen generieren, da die Fehler nicht erst zu einem späten Zeitpunkt im Entstehungsprozess, wie beispielsweise während der Produktion oder gar im Kundenumfeld, aufgedeckt werden.

Für unsere Kunden erstellen wir zum einen neue FMEA, analysieren und überarbeiten zum anderen aber auch Bestehende. Dabei geht es meist um Herstellungsprozesse eines bestimmten Bauteils oder Fahrzeugderivats, also sogenannten Prozess-FMEA. Für die Bearbeitung einer FMEA wird der gesamte Prozess vom ersten bis zum letzten Schritt zusammen mit einem Expertenteam des Kunden durchlaufen. Ich trete dabei zwar in erster Linie als Moderator der Methodenworkshops auf, aber mein technisches Hintergrundwissen ist bei der Durchführung der Termine natürlich von großem Vorteil, da ich mich so in die technischen Prozesse hineindenken und ebenso mögliche Fehler identifizieren kann. Ziel der FMEA ist es, für jeden einzelnen Schritt der Prozesskette potenzielle Fehler auszumachen und deren Entdeckungswahrscheinlichkeit zu definieren, deren Eintretenswahrscheinlichkeit festzulegen sowie die Schwere der möglichen Auswirkungen zu bestimmen. Aus der Gewichtung und Multiplikation dieser drei Faktoren ergibt sich eine Risikoprioritätszahl bzw. die Aufgabenpriorität (AP), anhand derer wir die Fehlerbilder anschließend priorisieren und entsprechende Vermeidungsstrategien ableiten können. In neuen Projekten wird bevorzugt mit der Aufgabenpriorität gearbeitet, da hierbei der Schwere bzw. Bedeutung des Fehlers ein höherer Stellenwert zugeschrieben wird und mögliche Ungenauigkeiten durch Multiplikation vermieden werden.

Die Überarbeitung einer FMEA nimmt generell etwas weniger Zeit in Anspruch als eine Neuerstellung, wobei beides stark vom Umfang des Prozesses abhängig ist. Durchschnittlich setzen wir für einen Termin ca. 2,5-3h an. Diese Länge mag zunächst abschreckend wirken, aus Erfahrung kann ich aber sagen, dass die Termine so effizienter ablaufen, weil es immer eine Weile dauert bis sich die Teilnehmer „warmgelaufen“ haben. Die FMEA ist für Audits ein zentrales Thema, entsprechend wird die Erstellung vom Kunden hoch priorisiert, wodurch den Teilnehmern die Bedeutung der Termine grundsätzlich bewusst ist und daher normalerweise auch durchgehend konzentriert gearbeitet wird.

Besonders spannend bei den FMEAs finde ich, dass man sehr detaillierte Einblicke in die Funktionsweise der Produktionsanlagen bzw. die verschiedenen Produktionsabläufe der Automobilbranche erhält. Dabei stelle ich auch immer wieder fest, wie stark automatisiert und standardisiert die gesamte Branche inzwischen ist. Besonders gespannt blicke ich in die Zukunft, nicht nur hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Automobilbranche, sondern auch bezüglich des Starts meiner selbsterstellten FMEA Schulung, welche in diesem Jahr in unserer Bildungsakademie anläuft. Die Schulung soll den Schulungsteilnehmern alles vermitteln, was auch ich anfangs gelernt habe – worum geht es bei einer FMEA, wie ist das generelle Vorgehen, worauf muss man achten und welche Moderations-Skills benötige ich dazu. Auf diese neue Herausforderung, verschiedensten Anwendern mein erarbeitetes Wissen weiterzugeben, freue ich mich schon sehr.

Schwerpunkt: Anwendung von Qualitätsmethoden Six Sigma (insbesondere FMEAs), Workshopmoderation

Begeisterung für: Automobilbau (Technik, Entwicklung & Testing, gesamte Prozesskette, Qualitätsaspekte), Motorsport (Formel 1)

Das Gefällt mir an PW: Kurze und unkomplizierte (Kommunikations-)Wege; man hat nie das Gefühl, von oben herab behandelt zu werden; man kennt jeden Kollegen und deren Aufgaben in der Firma


Pierre Ludwig

„Eine solide Vertrauensbasis mit dem Kunden steigert oft die Effizienz der gesamten Projektarbeit“

Bei Prozesswerk liegt meine Projektverantwortung vor allem im Testing und Testmanagement. In meinem bisher spannendsten Projekt ging es darum, die Anforderungen an einen Bordcomputer für den Kunden zu schreiben und diese im Nachgang auch zu testen. Das Projekt hat mir so gut gefallen, da wir über sehr viele verschiedene Bereiche hinweg gearbeitet haben, und uns insgesamt viel Freiraum und Entscheidungsfreiheiten eingeräumt wurden, was nicht immer der Fall ist. Oft laufen vor allem Freigaben über den Kunden, in diesem Projekt wurde uns aber das Vertrauen entgegengebracht, selbst darüber bestimmen zu dürfen, ob eine Freigabe erteilt werden kann oder nicht. Auch in puncto Kommunikation konnten wir den normalen Kommunikationsweg über den Abteilungsleiter vereinfachen, was uns einen direkteren Draht zu den Leuten ermöglichte. Das erleichtert und beschleunigt natürlich einiges im Projekt und wirkt zudem sehr motivierend. Es ist immer ein tolles Gefühl, wenn man merkt, dass einem in den Dingen, die man tut, wirklich vertraut wird, und Probleme und Schwierigkeiten im Projekt offen kommuniziert werden. Insbesondere dann bemüht man sich auch selbst, auftretende Herausforderungen so schnell es geht aus dem Weg zu räumen.

Für meinen weiteren Weg möchte ich mich fachlich noch stärker vertiefen und zusätzlich zu meinem ISTQB CTFL SW-Tester und der Automotive Vertiefung nun bald die fortgeschrittene Schulung zum ISTQB Testmanager machen. An den ersten beiden Schulungen habe ich nicht nur selbst teilgenommen, sondern biete diese auch im Rahmen unserer PW-Akademie als Schulungsleiter an. Seit wann ich diese Schulung halte? Das weiß ich noch ganz genau: Seit dem Oktoberfest 2019. Das war eine interne Probeschulung vor meinen Kollegen, und aufgrund von deren Terminlage waren die Tage um das Oktoberfest herum die einzige verbliebene Möglichkeit für die Schulung, was die Kollegen natürlich nicht sonderlich begeisterte. Seitdem habe ich einige weitere Schulungen gehalten und mein Konzept weiterentwickelt, sodass meine Teilnehmer perfekt auf die Zertifizierungsprüfung vorbereitet sind. Der aufregendste Teil für mich ist dabei die Reaktion der Teilnehmer nach der Prüfung zu sehen - ich fiebere selbst mit und hoffe, dass es bei allen gut gelaufen ist.

Schwerpunkt: Testing, Testmanagement

Begeisterung für: Klettern, Schwimmen und Kampfsport, Essen und Kochen, Neue Techniken in der Automobilbranche, Marketing, Trading

Das Gefällt mir an PW: Familiäres Unternehmen, in dem man eine „Persönlichkeit“ sein kann und durch die überschaubare Größe auch merkt, dass die eigene Arbeit etwas bewirkt; Offenes Ohr der Geschäftsführer und kurze Kommunikationswege zu diesen


Felix Winkelmann

"Unangenehme Themen direkt anzusprechen, ist oft der schnellste Weg zur Verbesserung"

In meinem derzeitigen Kundenprojekt bin ich im Project Management Office (PMO) tätig. Die Hauptaufgabe dabei sehe ich als die, mit der Sicht eines Externen den Überblick über alle zentralen Themen zu behalten und Schnittstellen zwischen diesen zu finden und aufzuzeigen. Das geht mit vielen Meetings einher, da ich erst kritische Themen auf- und mitnehmen muss, um diese dann später mit denjenigen zu besprechen, die Lösungen für die Probleme erarbeiten und auf den Weg bringen können. Dafür muss ich den Überblick über alle wichtigen Ansprechpartner und Entscheidungsträger behalten. Während ich früher noch eher abgeneigt war von dieser Vielzahl verschiedener Meetings, weiß ich heute, dass genau dieser Überblick nur durch einen regelmäßigen Austausch möglich ist.

Trotzdem ist mir bei solchen inhaltlichen Meetings ein klarer Fokus sehr wichtig – das heißt für mich nicht vom Thema abzuschweifen, sondern Herausforderungen direkt anzusprechen und allen die Relevanz der Thematik und jederzeit das Ziel des Termins bewusst zu machen. Ich beende Termine auch ungern, ohne das vorab definierte Ziel erreicht zu haben, auch wenn dabei Themen angesprochen werden müssen, die der Kunde nicht so gerne hört. Aber gerade diese Transparenz zu schaffen, ist als Berater im PMO essentiell, damit auch die höheren Entscheidungsträger, die immer viel im Kopf haben, an die besonders wichtigen Themen erinnert werden – am Ende danken sie es einem, denn mit ständigem Aufschub lässt sich nun einmal nichts verbessern. Gerade, dass man durch solche Verbesserungen aktiv zum Unternehmenserfolg beitragen kann, macht für mich die Arbeit als Berater so spannend.

Schwerpunkt: Prozessoptimierung, Organisationsentwicklung, Systems Engineering

Begeisterung für: Sport

Das Gefällt mir an PW: Unternehmenskultur; Übernehmen von Verantwortung; freie Hand in Projekten


Florian Seeler

„Das PMO ist in erster Linie eines: People Business“

Aktuell habe ich viel im Bereich des Project Management Office (PMO) zu tun, wo es vor allem darum geht, Themen zu strukturieren und den Überblick über ein Gesamtprojekt zu behalten. Dabei habe ich oft festgestellt, dass es ungemein hilfreich ist, wenn die Kommunikation stimmt und es einen regelmäßigen Austausch mit dem Kunden gibt. Ich arbeite daher gerne in halb-agilen Strukturen, z. B. in Form von kurzen täglichen „daylies“ gepaart mit ausführlicheren wöchentlichen Meetings und orientiere mich bei der Planung, sofern möglich, gern an den Phasen nach „Prince2“. Kommuniziert man dabei auf Augenhöhe und baut einen guten Draht zu allen Beteiligten auf, ist es leichter, sich gegenseitig offenes Feedback zu geben, wodurch meiner Meinung nach die Abarbeitung von inhaltlichen Themen effizienter gelingt. Der enge Kontakt zu vielen unterschiedlichen Personen macht die Tätigkeit im PMO so spannend für mich. Er ermöglicht mir den Einblick in die einzelnen Abteilungen und Projekte hinsichtlich der aktuellen Stimmung, Infos, Probleme und Sorgen sowie übergreifenden Themen im Unternehmen. Erst dadurch schaffe ich es, den notwendigen Überblick über das große Ganze zu behalten, Synergien zu nutzen und Erfahrungen aus ähnlichen Projekten einzubringen, aber auch Konflikte zwischen Teilprojekten zu erkennen.

Schwerpunkt: Cost & Value Engineering, PMO

Begeisterung für: Brot backen

Das Gefällt mir an PW: Vielfältige Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten