Mitarbeiter-Stories

Sascha Kruszek

„Potenzielle Fehler zu vermeiden oder sie gar zu entdecken bevor sie überhaupt entstehen – genau das macht den Reiz einer FMEA aus.“

Mein Schwerpunkt bei Prozesswerk liegt in der Anwendung von Qualitätsmethoden im Allgemeinen und insbesondere bei der Erstellung von sogenannten FMEA, also Fehlermöglichkeits- und Einflussanalysen. Die FMEA ist die am Häufigsten verwendete Methode zur Fehlervermeidung und wird präventiv erarbeitet, noch bevor der jeweilige Fehler überhaupt auftreten kann. Dadurch lassen sich grundsätzlich sehr hohe Kostensenkungen generieren, da die Fehler nicht erst zu einem späten Zeitpunkt im Entstehungsprozess, wie beispielsweise während der Produktion oder gar im Kundenumfeld, aufgedeckt werden.

Für unsere Kunden erstellen wir zum einen neue FMEA, analysieren und überarbeiten zum anderen aber auch Bestehende. Dabei geht es meist um Herstellungsprozesse eines bestimmten Bauteils oder Fahrzeugderivats, also sogenannten Prozess-FMEA. Für die Bearbeitung einer FMEA wird der gesamte Prozess vom ersten bis zum letzten Schritt zusammen mit einem Expertenteam des Kunden durchlaufen. Ich trete dabei zwar in erster Linie als Moderator der Methodenworkshops auf, aber mein technisches Hintergrundwissen ist bei der Durchführung der Termine natürlich von großem Vorteil, da ich mich so in die technischen Prozesse hineindenken und ebenso mögliche Fehler identifizieren kann. Ziel der FMEA ist es, für jeden einzelnen Schritt der Prozesskette potenzielle Fehler auszumachen und deren Entdeckungswahrscheinlichkeit zu definieren, deren Eintretenswahrscheinlichkeit festzulegen sowie die Schwere der möglichen Auswirkungen zu bestimmen. Aus der Gewichtung und Multiplikation dieser drei Faktoren ergibt sich eine Risikoprioritätszahl bzw. die Aufgabenpriorität (AP), anhand derer wir die Fehlerbilder anschließend priorisieren und entsprechende Vermeidungsstrategien ableiten können. In neuen Projekten wird bevorzugt mit der Aufgabenpriorität gearbeitet, da hierbei der Schwere bzw. Bedeutung des Fehlers ein höherer Stellenwert zugeschrieben wird und mögliche Ungenauigkeiten durch Multiplikation vermieden werden.

Die Überarbeitung einer FMEA nimmt generell etwas weniger Zeit in Anspruch als eine Neuerstellung, wobei beides stark vom Umfang des Prozesses abhängig ist. Durchschnittlich setzen wir für einen Termin ca. 2,5-3h an. Diese Länge mag zunächst abschreckend wirken, aus Erfahrung kann ich aber sagen, dass die Termine so effizienter ablaufen, weil es immer eine Weile dauert bis sich die Teilnehmer „warmgelaufen“ haben. Die FMEA ist für Audits ein zentrales Thema, entsprechend wird die Erstellung vom Kunden hoch priorisiert, wodurch den Teilnehmern die Bedeutung der Termine grundsätzlich bewusst ist und daher normalerweise auch durchgehend konzentriert gearbeitet wird.

Besonders spannend bei den FMEAs finde ich, dass man sehr detaillierte Einblicke in die Funktionsweise der Produktionsanlagen bzw. die verschiedenen Produktionsabläufe der Automobilbranche erhält. Dabei stelle ich auch immer wieder fest, wie stark automatisiert und standardisiert die gesamte Branche inzwischen ist. Besonders gespannt blicke ich in die Zukunft, nicht nur hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Automobilbranche, sondern auch bezüglich des Starts meiner selbsterstellten FMEA Schulung, welche in diesem Jahr in unserer Bildungsakademie anläuft. Die Schulung soll den Schulungsteilnehmern alles vermitteln, was auch ich anfangs gelernt habe – worum geht es bei einer FMEA, wie ist das generelle Vorgehen, worauf muss man achten und welche Moderations-Skills benötige ich dazu. Auf diese neue Herausforderung, verschiedensten Anwendern mein erarbeitetes Wissen weiterzugeben, freue ich mich schon sehr.

Schwerpunkt: Anwendung von Qualitätsmethoden Six Sigma (insbesondere FMEAs), Workshopmoderation

Begeisterung für: Automobilbau (Technik, Entwicklung & Testing, gesamte Prozesskette, Qualitätsaspekte), Motorsport (Formel 1)

Das Gefällt mir an PW: Kurze und unkomplizierte (Kommunikations-)Wege; man hat nie das Gefühl, von oben herab behandelt zu werden; man kennt jeden Kollegen und deren Aufgaben in der Firma


Pierre Ludwig

„Eine solide Vertrauensbasis mit dem Kunden steigert oft die Effizienz der gesamten Projektarbeit“

Bei Prozesswerk liegt meine Projektverantwortung vor allem im Testing und Testmanagement. In meinem bisher spannendsten Projekt ging es darum, die Anforderungen an einen Bordcomputer für den Kunden zu schreiben und diese im Nachgang auch zu testen. Das Projekt hat mir so gut gefallen, da wir über sehr viele verschiedene Bereiche hinweg gearbeitet haben, und uns insgesamt viel Freiraum und Entscheidungsfreiheiten eingeräumt wurden, was nicht immer der Fall ist. Oft laufen vor allem Freigaben über den Kunden, in diesem Projekt wurde uns aber das Vertrauen entgegengebracht, selbst darüber bestimmen zu dürfen, ob eine Freigabe erteilt werden kann oder nicht. Auch in puncto Kommunikation konnten wir den normalen Kommunikationsweg über den Abteilungsleiter vereinfachen, was uns einen direkteren Draht zu den Leuten ermöglichte. Das erleichtert und beschleunigt natürlich einiges im Projekt und wirkt zudem sehr motivierend. Es ist immer ein tolles Gefühl, wenn man merkt, dass einem in den Dingen, die man tut, wirklich vertraut wird, und Probleme und Schwierigkeiten im Projekt offen kommuniziert werden. Insbesondere dann bemüht man sich auch selbst, auftretende Herausforderungen so schnell es geht aus dem Weg zu räumen.

Für meinen weiteren Weg möchte ich mich fachlich noch stärker vertiefen und zusätzlich zu meinem ISTQB CTFL SW-Tester und der Automotive Vertiefung nun bald die fortgeschrittene Schulung zum ISTQB Testmanager machen. An den ersten beiden Schulungen habe ich nicht nur selbst teilgenommen, sondern biete diese auch im Rahmen unserer PW-Akademie als Schulungsleiter an. Seit wann ich diese Schulung halte? Das weiß ich noch ganz genau: Seit dem Oktoberfest 2019. Das war eine interne Probeschulung vor meinen Kollegen, und aufgrund von deren Terminlage waren die Tage um das Oktoberfest herum die einzige verbliebene Möglichkeit für die Schulung, was die Kollegen natürlich nicht sonderlich begeisterte. Seitdem habe ich einige weitere Schulungen gehalten und mein Konzept weiterentwickelt, sodass meine Teilnehmer perfekt auf die Zertifizierungsprüfung vorbereitet sind. Der aufregendste Teil für mich ist dabei die Reaktion der Teilnehmer nach der Prüfung zu sehen - ich fiebere selbst mit und hoffe, dass es bei allen gut gelaufen ist.

Schwerpunkt: Testing, Testmanagement

Begeisterung für: Klettern, Schwimmen und Kampfsport, Essen und Kochen, Neue Techniken in der Automobilbranche, Marketing, Trading

Das Gefällt mir an PW: Familiäres Unternehmen, in dem man eine „Persönlichkeit“ sein kann und durch die überschaubare Größe auch merkt, dass die eigene Arbeit etwas bewirkt; Offenes Ohr der Geschäftsführer und kurze Kommunikationswege zu diesen


Felix Winkelmann

"Unangenehme Themen direkt anzusprechen, ist oft der schnellste Weg zur Verbesserung"

In meinem derzeitigen Kundenprojekt bin ich im Project Management Office (PMO) tätig. Die Hauptaufgabe dabei sehe ich als die, mit der Sicht eines Externen den Überblick über alle zentralen Themen zu behalten und Schnittstellen zwischen diesen zu finden und aufzuzeigen. Das geht mit vielen Meetings einher, da ich erst kritische Themen auf- und mitnehmen muss, um diese dann später mit denjenigen zu besprechen, die Lösungen für die Probleme erarbeiten und auf den Weg bringen können. Dafür muss ich den Überblick über alle wichtigen Ansprechpartner und Entscheidungsträger behalten. Während ich früher noch eher abgeneigt war von dieser Vielzahl verschiedener Meetings, weiß ich heute, dass genau dieser Überblick nur durch einen regelmäßigen Austausch möglich ist.

Trotzdem ist mir bei solchen inhaltlichen Meetings ein klarer Fokus sehr wichtig – das heißt für mich nicht vom Thema abzuschweifen, sondern Herausforderungen direkt anzusprechen und allen die Relevanz der Thematik und jederzeit das Ziel des Termins bewusst zu machen. Ich beende Termine auch ungern, ohne das vorab definierte Ziel erreicht zu haben, auch wenn dabei Themen angesprochen werden müssen, die der Kunde nicht so gerne hört. Aber gerade diese Transparenz zu schaffen, ist als Berater im PMO essentiell, damit auch die höheren Entscheidungsträger, die immer viel im Kopf haben, an die besonders wichtigen Themen erinnert werden – am Ende danken sie es einem, denn mit ständigem Aufschub lässt sich nun einmal nichts verbessern. Gerade, dass man durch solche Verbesserungen aktiv zum Unternehmenserfolg beitragen kann, macht für mich die Arbeit als Berater so spannend.

Schwerpunkt: Prozessoptimierung, Organisationsentwicklung, Systems Engineering

Begeisterung für: Sport

Das Gefällt mir an PW: Unternehmenskultur; Übernehmen von Verantwortung; freie Hand in Projekten


Florian Seeler

„Das PMO ist in erster Linie eines: People Business“

Aktuell habe ich viel im Bereich des Project Management Office (PMO) zu tun, wo es vor allem darum geht, Themen zu strukturieren und den Überblick über ein Gesamtprojekt zu behalten. Dabei habe ich oft festgestellt, dass es ungemein hilfreich ist, wenn die Kommunikation stimmt und es einen regelmäßigen Austausch mit dem Kunden gibt. Ich arbeite daher gerne in halb-agilen Strukturen, z. B. in Form von kurzen täglichen „daylies“ gepaart mit ausführlicheren wöchentlichen Meetings und orientiere mich bei der Planung, sofern möglich, gern an den Phasen nach „Prince2“. Kommuniziert man dabei auf Augenhöhe und baut einen guten Draht zu allen Beteiligten auf, ist es leichter, sich gegenseitig offenes Feedback zu geben, wodurch meiner Meinung nach die Abarbeitung von inhaltlichen Themen effizienter gelingt. Der enge Kontakt zu vielen unterschiedlichen Personen macht die Tätigkeit im PMO so spannend für mich. Er ermöglicht mir den Einblick in die einzelnen Abteilungen und Projekte hinsichtlich der aktuellen Stimmung, Infos, Probleme und Sorgen sowie übergreifenden Themen im Unternehmen. Erst dadurch schaffe ich es, den notwendigen Überblick über das große Ganze zu behalten, Synergien zu nutzen und Erfahrungen aus ähnlichen Projekten einzubringen, aber auch Konflikte zwischen Teilprojekten zu erkennen.

Schwerpunkt: Cost & Value Engineering, PMO

Begeisterung für: Brot backen

Das Gefällt mir an PW: Vielfältige Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten